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Appell an die Krankenkassen
Bundesweite Streiks der Hebammen
Zwischen dem 30. November und Ende Januar werden die Hebammen in Baden-Württemberg, Berlin und Thüringen streiken. Unterstützt werden Sie dabei von den anderen Bundesländern.
Mit ihrem Streik appellieren die Hebammen an die Krankenkassen und fordern
- Die Sicherstellung der Wahlfreiheit des Geburtsortes
- Den Erhalt der Hebammenhilfe in Deutschland
- Eine angemessene Bezahlung für Hebammenleistungen, entsprechend der hohen Verantwortung des Berufes
Bestreikt werden alle freiberuflichen Hebammentätigkeiten außer der Geburtshilfe.
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Pünktlich zum Heiligen Abend arbeiten in Baden-Württemberg wieder alle Hebammen
Die freiberuflichen Hebammen in Baden-Württemberg haben am 23. Dezember ihren dreiwöchigen Streik beendet. Zuletzt waren die Hebammen im Kreis Sigmaringen im Ausstand.
Durch den Streik wurde noch einmal deutlich, was bereits heute für viele Frauen in Baden-Württemberg Realität ist: dass es zunehmend schwieriger wird, eine Hebamme zu finden und eine umfassende Hebammenbetreuung zu erhalten. Besonders besorgniserregend ist die Situation im Großraum Stuttgart (Stadt Stuttgart, Kreis Ludwigsburg, Kreis Böblingen, Rems-Murr-Kreis) Waldshut-Tiengen, Freiburg-Hochschwarzwald, Lörrach-Schopfheim und Karlsruhe.
Von den 114 Hebammen, die Anfang 2010 in der außerklinischen Geburtshilfe tätig waren, haben bereits im Juli 48 wegen massiv gestiegener Haftpflichtversicherungsprämien diese Tätigkeit im eingestellt. Weitere Hebammen werden aufgeben, wenn es keine baldige Lösung gibt.
„Im ganzen Land haben die Hebammen während der letzten drei Wochen ihre Arbeit niedergelegt. Mit den Streiks in den verschiedenen Städten appellieren die Hebammen an die Krankenkassen, sie endlich angemessen zu bezahlen, damit sie auch weiterhin ihren Beruf ausüben können. Nur so“, meint Ulrike Geppert Orthofer die Hebammenlandesvorsitzende von Ba-Wü, „können wir eine weitere Verschlechterung der Frauen mit Hebammenhilfe verhindern.
Unterstützt werden die Hebammen in ihrem Protest durch die Solidarität werdender und junger Eltern. “Hebammen sind Gold wert, nicht 7,50 €. Wir würden mit unserem Kleinen ohne die Betreuung durch die Hebamme jetzt nicht so gut im Leben stehen. Wichtig war für uns nicht nur das Vermitteln von Sicherheit und Wissen sondern die intensive Betreuung und der präventive Blick der Hebamme“, so Jutta S., eine Mutter aus Ulm.
Der Hebammenverband Baden-Württemberg e.V. wertet den Streik als großen Erfolg. Trotz Freiberuflichkeit und ohne den Schutz einer Gewerkschaft ist ein Großteil der Hebammen dem Streikaufruf des Verbandes gefolgt. Das Interesse der Medien und die Solidarität der Bevölkerung waren überwältigend. „Dieser Rückhalt, sowie die Unterstützung zahlreicher Parlamentarier in Bund und Land verbunden mit der Zusage von Herrn Rösler, sich persönlich für die Hebammen einzusetzen, lässt uns hoffen. Wir sind also zuversichtlich, dass sich auch die Krankenkassen auf die Hebammen zu bewegen und das Jahr 2011 eine wirkliche Verbesserung für uns Hebammen mit sich bringen wird“, so Ulrike Geppert-Orthofer.
Kontakt: Ulrike Geppert-Orthofer, Ammergasse 10, 72070 Tübingen,Tel: 0707-2153231
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Baden-Württembergs Hebammen legen ihre Arbeit nieder, weil sie davon nicht leben können!
„Wenn wir von unserer Arbeit nicht leben können, werden wir sie auch nicht erbringen“, denken sich die Hebammen Baden-Württembergs im Dezember und streiken vom 2. bis zum 23. Dezember mit unterschiedlichen regionalen Schwerpunkten. Der Adressat ihres Streikes sind die Krankenkassen, die den Hebammen eine unwürdige Vergütung für ihre Leistungen anbieten.
Während der vergangenen Monate haben die Hebammen wiederholt durch Protestaktionen auf ihre Arbeits- und Verdienstsituation aufmerksam gemacht, die sich während der vergangenen Jahre dramatisch verschlechtert haben.
Deshalb fordert der Hebammenverband eine spürbare Anhebung der Vergütung für Hebammenleistungen. „Das Einkommen muss sich endlich der hohen Verantwortung anpassen, die Hebammen zu tragen haben und es muss sich an den Kompetenzen messen lassen, die von Hebammen erwartet werden. Die bisherige Anpassung der Vergütung stellt dagegen nicht einmal einen annähernden Ausgleich dar zu den gestiegen Haftpflichtprämien oder zu den sonstigen berufsbedingten Ausgaben“.
Dieses Missverhältnis lässt sich nicht länger durch Mehrarbeit kompensieren. Schon jetzt ist eine 50-Stunden-Woche für Hebammen die Regel.
„Wir Hebammen leben Tag und Nacht in Bereitschaft, unter der Geburt tragen wir die Verantwortung für Mutter und Kind. Dafür erhalten wir 7,54 € pro Stunde vor Steuern“, so Ulrike Geppert-Orthofer, die Landesvorsitzende der Hebammen Baden-Württembergs. „Wir Hebammen sind wertvoll, aber nicht wertgeschätzt! Das muss sich ändern!“, so die Vorsitzende.
Die Erhöhung der Vergütung eines Wochenbettbesuches um 48 Cent, auf 27 € ist für die Hebammen eine bittere Enttäuschung gewesen. Der wiederholte Hinweis auf die Beitragsstabilität macht sie wütend, da diese nicht für die Berufsgruppe der Ärztinnen und Ärzte zu gelten scheint.
„Haben ein würdevoller Start ins Leben, Frauengesundheit und Frauenarbeit in Deutschland keine Lobby?“, wollen die Hebammen wissen.
Leidtragende sind auch die jungen und werdenden Mütter mit ihren Familien. Immer häufiger ist zu hören, dass sie keine Hebamme mehr finden, weil diese wegen der Bezahlung, die nicht mehr Existenz sichernd ist, ihrem Beruf den Rücken kehren müssen.
„In der geringen Bezahlung der Hebammen sehe ich auch eine Geringschätzung von uns jungen Frauen und Familien“, so die zweifache Mutter Anna D. aus Bad Mergentheim. „Ich habe großes Verständnis dafür, dass die Hebammen im Dezember ihre Arbeit niederlegen. Ich unterstütze diesen Streik und hoffe, dass dadurch allen klar wird, was es für uns bedeutet, wenn Hebammen in Massen ihren Beruf nicht mehr ausüben können oder wollen. Eine Besserbezahlung der Hebammen ist die einzige logische Konsequenz.“
Dass die Zeit der Lippenbekenntnisse endgültig vorbei ist, zeigen die Hebammen in Baden-Württemberg durch diesen Streik.
Mit ihrem Streik appellieren die Hebammen an die Krankenkassen und fordern eine angemessene Bezahlung für Hebammenleistungen, entsprechend der hohen Verantwortung unseres Berufes.
Damit kämpfen wir für die Sicherstellung der Wahrlfreiheit des Geburtsortes und den Erhalt der Hebammenhilfe in Deutschland.
Bestreikt werden alle freiberuflichen Hebammentätigkeiten außer der Geburtshilfe. In einem großen Teil der Landkreise werden die Hebammen zwischen zwei und fünf Tagen ihre Arbeit niederlegen. In dieser Zeit wird für die Frauen ein Notdienst eingerichtet sein. Dieser wird von den Hebammen in der Region bekannt gegeben und in der Tagespresse angekündigt werden.
Pünktlich zu Heiligabend werden alle Hebammen im Land wieder arbeiten.
Kontakt:
Ulrike Geppert-Orthofer, 1. Vorsitzende, Tel. 07071 /253231 Mobil: 0178/5228911
Marianne Dirks, 2. Vorsitzende, Tel. 0751/ 32133 Mobil: 0179/7047440

Der Streik geht weiter....
Der Streik der Hebammen in Baden-Württemberg geht weiter trotz Einschüchterung der AOK!
Bericht- erstattung
Wir Hebammen in Baden-Württemberg legen erstmals unsere Arbeit nieder, weil wir davon nicht mehr leben können. Hier erhalten Sie einen Überblick über die Berichterstattung.
Neben den Print-Medien haben auch der SWR 1, SWR 3 und SWR 4 mehrmals auf den Hebammenstreik hingewiesen. Eine gute Berichterstattung fand auch durch den Informationssender des SWR Con.tra statt.
Streiktermine
Die Hebammen Baden-Württembergs legen ihre Arbeit vom 2.-23. Dezember 2010 nieder! Die genauen Streikdaten der Hebammen finden Sie auf hier!
Pünktlich zum Heiligen Abend arbeiten wieder alle Hebammen!
Streikkarten
Die werdenden und jungen Mütter und ihre Familien unterstützen den Streik der Hebammen, indem sie "Streikkarten" an ihre Krankenkasse schicken. Eine Druckversion der unterschiedlichen Streikkarten finden Sie hier.
Die Hebammen haben einen Notdienst organisiert. Vielen Dank, denn sonst......
Ich unterstütze den Streik der Hebammen!
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

