Die Tagesthemen haben seit gestern eine neue Rubrik: #Lösungsfinder. Damit wollen sie aus dem Pool der zahllosen Probleme pro Sendung eines auswählen und dazu auch immer einen passenden Ausweg zeigen, erläutert Karen Miosga. „Beginnen wollen wir heute mit Menschen, die helfen, andere auf die Welt zu bringen, und dabei – zugespitzt formuliert selbst vom Aussterben bedroht sind“, so die Moderatorin. Gemeint sind die Hebammen.

Gemäß Format benennt Miosga zunächst das Problem des Hebammenmangels in Deutschland und mit seinen weithin bekannten Begleiterscheinungen.

Dann stellt sie einen möglichen Lösungsansatz vor, der immer mehr Zuspruch findet: Hebammen machen sich in einer sogen Partnerschaftsgesellschaft selbständig. Vorgestellt wird im Beitrag das Hebammenkontor Altona. Die Kolleginnen arbeiten als Selbständige und nicht als angestellte Hebammen für die Klink. Dadurch bekommt die Klinik zwar weniger Geld pro Geburt, hat aber keine Personalkosten. Die Hebammen hingegen verdienen besser, müssen aber ihre eigene Vorsorge übernehmen.

Die Krankenkassen unterstützen dieses Modell, obwohl es für sie etwas teurer ist. Aber am Ende rechnet sich, denn es gewährleistet eine gute Versorgung von Mutter und Kind im Kreissaal und unmittelbar nach der Geburt. Sie äußern sie sich entsprechend zufriedener, weil sie besser betreut werden. Ein weiterer Vorteil: die Partnerschaften sind gut organisiert und haben daher sehr viele Bewerberinnen. Damit reduziert sich der Hebammenmangel. Eine Win-Win-Situation für alle.

#Lösungsfinder, 15.04.2019