Keine Hebamme gefunden? Das ist in Deutschland mittlerweile fast schon Normalität. Die Kreisgruppe Stuttgart des Hebammenverbands Baden-Württemberg hat aus diesem Grund eine Mailadresse für Härtefälle eingerichtet.

Kurzfristige Hebammensuche nur für Stuttgart: hebammensuche-stuttgart@gmx (ab 13. SSW)

„Die Kolleginnen in Stuttgarter Raum haben aus der Not heraus Eigeninitiative ergriffen, die Respekt abverlangt“, meint Jutta Eichenauer, 1. Vorsitzende des Hebammenverbands Baden-Württemberg. „Hebammen in ganz Deutschland kennen die Verzweiflung, wenn sie eine Schwangere abweisen müssen, weil sie selbst keine Kapazitäten mehr für eine Versorgung haben. Monika Schmid hat daher Kolleginnen im Stuttgarter Raum gesucht, die nicht (mehr) voll im Berufsleben stehen, aber weiterhin bereit sind, ein paar Frauen zu begleiten. Deren Adressen hat sie in ihrem Verteiler gesammelt, um sie im Notfall direkt ansprechen zu können. Ein Projekt, das Modellcharakter hat“, so Eichenauer.

Die Situation ist so angespannt, dass sich Viola Volland von der Stuttgarter Zeitung des Themas angenommen hat.
Hebammen verzweifelt gesucht. (Stuttgarter Zeitung, 13./14.04.2019)

Keine Hebamme gefunden?
Um die Abhilfe schaffen zu können, müssen belegbare Zahlen her, hat der DHV eine digitale Karte der Unterversorgung eingerichtet. Hier werden die Lücken sichtbar. Um diese Daten erheben zu können, bittet der DHV um Mitteilung, wer keine Hebamme gefunden hat: Unterversorgung melden