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schnecke-transGemeinsam für Forschung und Qualitätssicherung

Zusammenarbeit heißt gemeinsame Ziele verfolgen. Wir kooperieren mit sehr vielen Institutionen und Organisationen auf nationaler wie internationaler Ebene, auch über den Deutschen Hebammenverband. Als Baden-Württembergerinnen liegen uns vor allem Landesfrauenrat und Landespflegerat  am Herzen, ist doch unser Beruf überwiegend weiblich geprägt und auch mit der Pflegethematik assoziiert.

Unser Hauptaugenmerk liegt jedoch auf Qualitätssicherung und – als natürliche Folge davon – Forschung. Das Hebammenwesen wurde lange von außen bestimmt, über Fremddisziplinen wie Medizin, Sozialwissenschaften und andere. Da wir Hebammen uns am besten mit unserem eigenen Fachbereich auskennen, möchten wir verstärkt unsere eigenen Forschungsthemen formulieren und setzen uns für die Hebammenwissenschaft als unsere eigene akademische Fachrichtung ein.

Wir möchten, dass sich das Hebammenwesen als eigenes wissenschaftliches Fach etabliert und den Hebammen die Möglichkeit einer akademischen Ausbildung gegeben wird. Aus diesem Grund sind wir als Verband Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Hebammenwissenschaft (DGHWi). Wir empfehlen jeder Hebamme, sich mit einer Einzelmitgliedschaft anzuschließen, denn jede Stimme kann etwas bewirken.

Forschungsprojekte und Studien zu unserem Fach sollten wir mehr und mehr selber in Auftrag geben, weil wir die höchste Kompetenz dafür haben. Aus unserem Alltag heraus können wir am besten einschätzen, wo Bedarf danach besteht. Daher fördern wir auch als Mitglied der Hebammengemeinschaftshilfe e.V. (HGH) die Hebammenforschung in Deutschland durch die HGH-Forschungsprojekte.

Das Internationale deutschsprachige Fallberichtsystem für Hebammen ist ein Fallbesprechungsportal, kein ausschließliches Fehlermeldeportal wie es Kliniken in Anlehnung an das Pflichtportal der Luftfahrt auch für das Gesundheitswesen ins Leben gerufen hat. Bevor es Pflicht wird, was im Zuge der Qualitätssicherung zu erwarten ist, möchten wir es im Sinne einer freiwilligen Kür nutzen, um daraus zu lernen. Vielleicht kann es zukünftig für weitere Forschungsprojekte genutzt werden. Wir empfehlen allen Hebammen, sich aktiv an diesem Portal zu beteiligen und den Verein durch ihren Beitritt zu stärken.

QUAG e.V. „Gesellschaft für Qualität in der außerklinischen Geburtshilfe“ ist ein gemeinsamer Verein der Hebammenverbände mit wissenschaftlichem Beirat. Sie dokumentiert und koordiniert seit 1999 die bundesweite Erhebung für außerklinische Geburtshilfe. Regelmäßige Veröffentlichungen der Ergebnisse leisten einen wichtigen Beitrag zur Information der Öffentlichkeit. Auf der Basis gesicherter Zahlen können so Vor- und Nachteile unterschiedlicher Geburtsorte beleuchtet werden.

Der Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e. V. (kurz AKF) engagiert sich unter anderem für eine bessere Kommunikation und Zusammenarbeit der verschiedenen Berufsgruppen im Dienst der Frauengesundheit. Dazu gehören Frauenärztinnen und Psychologinnen ebenso wie wir Hebammen. Eines der herausragenden Ergebnisse dieser engeren Kooperation im AKF ist eine wegweisende Online-Umfrage zur Kaiserschnitt-Rate und deren Auswertung. Auf ihren Ergebnissen und Analysen basieren viele nachfolgende Projekte zur Förderung der physiologischen Geburt in Deutschland.