Internationaler Tag der Gewalt gegen Frauen

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Internationaler Tag der Gewalt gegen Frauen

Roses Revolution für eine würdevolle Geburtshilfe

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Die Roses Revolution ist eine weltweite Aktion gegen Respektlosigkeit und Gewalt in der Geburtshilfe. Am 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen, legen Betroffene an den Orten, an denen sie Gewalt während der Geburt, in der Schwangerschaft oder im Wochenbett erlebten, einen Brief und eine Rose nieder, um ein Zeichen für würdevolle Geburtsbegleitung zu setzten. Online wird die Aktion auf der Facebook-Seite Roses Revolution Deutschland begleitet.

Gewalt in der Geburtshilfe?
Hier in Deutschland?
Ja, Gewalt hat viele Gesichter.
Gewalt gegen Frauen ist auch:

• sie unter Wehen gegen ihren Willen zum Stillliegen zu zwingen.
• unter Wehen wieder und wieder nach dem Muttermund zu tasten.
• ihnen zu sagen: „Wenn Sie jetzt nicht mitarbeiten, dann stirbt Ihr Baby!“.
• sie unter Geburt allein zu lassen oder ihnen zu sagen, sie sollen gefälligst still sein.
• die Geburtspostion (z.B. liegend auf dem Bett mit festgeschnallten Beinen) vorzuschreiben.
• ihnen ohne ihr Einverständnis und ohne medizinische Notwendigkeit einen Dammschnitt zuzufügen
• bei Ihnen ohne medizinische Notwendigkeit einen Kaiserschnitt zu machen.
• sie ohne medizinische Notwendigkeit von ihrem Baby zu trennen.
• …

Gerechte Geburt – die Initiative für eine gerechte Geburtshilfe in Deutschland (vormals Elternprotest/Zappenduster) organisiert in Deutschland die Roses Revolution. Frauen, die von Gewalt in der Geburtshilfe betroffen waren oder sind, können sich der Aktion anschließen:
Sie sollen eine rosafarbene Rose, vielleicht auch einen Brief, vor die Kreißsaaltür legen, hinter der ihnen Gewalt angetan wurde. Ein Foto davon kann auf facebook oder twitter unter Hashtag #rosrev gepostet werden. Auf Wunsch übernimmt das die Redaktion der Roses-Revolution-Facebookseite anonym für die Betroffene.
Auch Geburtsberichte werden veröffentlicht (#mylabour). Eine vergleichbare Aktion in der USA mit dem Hashtag #BreaktheSilence (#Schweigenbrechen) hat im Rahmen der Revolution für eine gewaltfreie Geburtshilfe bereits große Erfolge erzielt.

Frauen auf der ganzen Welt werden dies ebenso tun – damit sich endlich etwas verändert.

Gewalt in der Geburtshilfe darf nicht sein. Hebammenverband positioniert sich gegen Gewalt im Kreißsaal (DHV-Pressemitteilung, 20.11.2018)

Positionspapier des Deutschen Hebammenverbands e. V.: Gewalt in der Geburtshilfe darf nicht sein (November 2018)

21. November 2018|