Geburt

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schnecke-transFreie Wahl des Geburtsortes

Ein wichtiges Kriterium für die Auswahl des Geburtsortes ist das subjektive Gefühl von Sicherheit. Manche Schwangere möchte es eher gemütlich haben, wünscht sich eine Umgebung, die das Bedürfnis nach Intimität in den Vordergrund stellt, und wo sie nach ihren Bedürfnissen aus eigener Kraft gebären kann. Andere haben ein Gefühl der Sicherheit an einem Ort, wo Medizintechnik eine große Rolle spielt und ihnen dadurch jederzeit sofort geholfen werden kann.

In Deutschland werden Sie in jedem Fall von einer Hebamme begleitet. Bei Auftreten von Regelwidrigkeiten ruft die Hebamme den Arzt. Umgekehrt muss ein Arzt zu jeder Geburt eine Hebamme hinzuziehen.

Wer eine Hausgeburt in Betracht zieht, sollte möglichst früh Kontakt mit einer Hebamme aufnehmen. Regelmäßige Besuche bei der Schwangeren tragen dazu bei, ein Vertrauensverhältnis aufzubauen. Die Hebamme lernt sie mit ihren Wünschen und Vorstellungen sehr gut kennen und kann so eventuell auftretende Schwierigkeiten frühzeitig erkennen. Die häusliche Umgebung wirkt entspannend auf die werdende Mutter und erleichtert so den Geburtsablauf. Begleitet von vertrauten Personen, kann sie selbstbestimmt und sicher, entsprechend ihren Kräften und ihrem Rhythmus, die Geburtsarbeit ungestört leisten.

Das Geburtshaus bietet eine gemütliche, ruhige und störungsfreie Atmosphäre. Die Räume sind gut ausgestattet, oft auch mit einer Badewanne für Wassergeburten. Sie werden dort von Hebammen begleitet, für die Ihre Wünsche und Ihr Befinden ausschlaggebend sind. Es werden keine Routinemaßnahmen durchgeführt. Normalerweise finden bereits in den Räumen des Geburtshauses die Schwangerenvorsorge und die Geburtsvorbereitungskurse statt, so dass auch hier ein Gefühl der Vertrautheit und Geborgenheit entsteht. Einige Stunden nach der Geburt können Sie nach Hause entlassen werden, wo Sie von der Hebamme im Wochenbett weiterbetreut werden.

In Baden-Württemberg gibt es derzeit Geburtshäuser in folgenden Städten (alphabetisch; Stand 2017):

Backnang

Horb

Rastatt

Schwäbisch Gmünd

Stuttgart

Tübingen 

Überlingen (Bodensee)

Villingen-Schwenningen

Eine Alternative zur außerklinischen Geburt kann der Hebammenkreißsaal sein. Die Entbindung findet in der Klinik statt, wird aber ausschließlich von einer Hebamme begleitet, die ausschließlich für diese eine Entbindung zuständig ist.
Solange sich keine Auffälligkeiten zeigen, bleibt es dabei. Sollte es zu Komplikationen kommen, kann sofort der klinische Kreißsaalbetrieb aufgenommen werden.
Ihre Hebamme informiert Sie gerne. Sie wird Sie auch ganz individuell zu diesem Thema beraten, denn Voraussetzung für die Entbindung im Hebammenkreißsaal, die in der Regel ambulant stattfindet, ist eine normal verlaufende Schwangerschaft.

In Baden-Württemberg gibt es derzeit drei Hebammen-Kreißsäle (Stand 2014):

Hebammenkreißsaal Stuttgart

Hebammenkreißsaal Bietigheim

Hebammenkreißsaal Herrenberg

Beleghebammen sind freiberufliche Hebammen, die mit dem Krankenhaus einen Vertrag abgeschlossen haben. Dieser erlaubt es ihnen, „ihre“ Frauen dort bei der Geburt zu begleiten. Die Geburt findet in der Regel ambulant statt. Die Wöchnerin kann nach wenigen Stunden die Klinik verlassen und die erste Zeit mit ihrem Kind in Ruhe zu Hause genießen, wo sie dann von ihrer Hebamme weiter betreut wird.
Viele Beleghebammen bieten auch Schwangerenvorsorge, Geburtsvorbereitungskurse, Hilfe bei Schwangerschaftsbeschwerden, Wochenbettbetreuung, Rückbildungsgymnastik- sowie Säuglingspflegekurse und Babymassage an.

Viele Kliniken bieten regelmäßige Informationsveranstaltungen, wo sich die werdenden Eltern über die jeweilige Ausstattung der geburtshilflichen Abteilung und alle heute üblichen medizinischen Diagnose-und Behandlungsmöglichkeiten informieren können. Für Ihre Entscheidung können folgende Fragen sinnvoll sein:

  • Wie viele Geburten pro Jahr finden statt?
  • Wie viele Hebammen sind pro Schicht im Dienst?
  • Gibt es einen Bereitschaftsdienst der bei übergroßem Arbeitsanfall zugezogen werden kann?
  • Haben Frauen unter der Geburt Bewegungsfreiheit und können sie die Gebärposition frei wählen?
  • Welche Routinemaßnahmen sind üblich?
  • Ist eine Unterwassergeburt möglich?
  • Werden die Empfehlungen der Nationalen Stillkommission zur Förderung des Stillens unterstützt?

Der Kaiserschnitt ist eine der bedeutendsten Errungenschaften in der Geschichte der Geburtshilfe. Er hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Geburt für Mutter und Kind so sicher wie noch nie ist. Dennoch ist er nicht frei von Nebenwirkungen und sollte nur mit ausreichender Indikation durchgeführt werden.
Vielen Schwangeren ist nicht wirklich bewusst, dass ein Kaiserschnitt eine echte Operation ist und gegenüber der natürlichen Geburt Nachteile hat.
Wir Hebammen möchten Frauen schon in der Schwangerschaft und nicht erst bei der Geburt auf das Thema vorbereiten. Wir stehen allen werdenden Müttern und Vätern für eine intensive Auseinandersetzung im Vorfeld dieser weitreichenden Entscheidung zur Verfügung und begleiten sie mit Rat und Tat begleiten.

Kaiserschnitt: Ja! Nein! Vielleicht?

Unser Standpunkt zum Thema Kaiserschnitt