Der Film „Die sichere Geburt – wozu Hebammen?“ wird derzeit an vielen Orten in Deutschland gezeigt. Am 7. November 2017 kommt er um 19 Uhr ins Forum Offenburg. Dringende Bitte von Mother Hood e.V. Regionalgruppe Ortenau: Karten unbedingt schon im Vorverkauf erwerben, damit ggf. ein größerer Saal angemietet werden kann. Zum anschließenden Filmgespräch mit Regisseurin und Produzentin Carola N. Hauck werden auch Vertreter der Lokalpolitik erwartet. Bei Fragen wenden Sie sich gerne an Sarah Schulze. Wer im eigenen Umkreis für die Offenburger Veranstaltung werben möchte, kann die Flyereinlage dafür nutzen.

Den Trailer und alle weiteren Stationen gibt es unter www.die-sichere-geburt.de

Die Filmemacherin Carola Hauck geht daher der Frage nach, wie ein guter Start ins Leben aussehen kann und was eine Geburt sicher macht. Diese Frage ist umso drängender, da sich die Geburtshilfe in Deutschland stark verändert. Immer weniger wird der Fokus auf die persönliche Betreuung gelegt. Die Presse berichtet von überfüllten Kreißsälen und gestresstem Personal. Viele Hebammen verlassen den Beruf, so viele, dass in Deutschland inzwischen ein Hebammenmangel herrscht. Diese Unterversorgung trifft Schwangere, Gebärende und jungen Familien meist unvermittelt.

Kritik von Klinikhebammen
Viele Klinikhebammen kritisieren, dass ihre Arbeit nicht besonders gut im Film wegkommt. Sarah Schulze von Mother Hood Ortenau entgegnet jedoch, dass aus ihrer Sicht die übergeordnete Systemkritik sichtbar wird. „Wir von Mother Hood denken, dass der Film gerade jetzt […] richtig platziert ist, weil solche Szenarien, wie im Film gezeigt, auch bald flächendeckend Realität sein könnten. Man kann sicherlich darüber streiten, ob es taktisch sinnvoll, ist drei Frauen zu zeigen, die nach ihrer ersten eher schwierigen Klinikgeburt, ihre Erfüllung in einer weiteren außerklinischen Geburt gefunden haben, aber meiner Einschätzung nach ändert das nichts an der Kernbotschaft: so kann es nicht weitergehen und daran sind nicht die Hebammen schuld sondern das System“, so Schulze. Machen Sie sich selbst ein Bild davon!

Nur hohe Präsenz macht deutlich, was Deutschland sicherlich nicht für seine Geburtshilfe will: schlechte Bedingungen! Mother Hood fordert daher auf: „Seien Sie dabei und zeigen Sie zusammen mit uns Müttern und Familien, dass wir das nicht hinnehmen wollen.“

Auch schon zur Weltstillwoche 2017 wurde der Film bereits verschiedentlich gezeigt, so in Schwäbisch Hall auf Initiative der dortigen Mother Hood Regionalgruppe, in Murrhardt und in Backnang, organisiert vom Verein Bauchgefühl e. V., jeweils mit Filmgespräch/Podiumsdiskussion mit der Regisseurin.

Die Presse berichtete von der Filmvorführung mit anschließernder Diksussion in Murrhardt (Murrhardter Zeitung, 26.09.2017)